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10 Tipps für Ihre erste Motorradtour in Amerika
Veröffentlicht am: Nov 26, 2018
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Sie haben gerade Ihre Pläne für Ihren ersten Motorradtrip nach Amerika gemacht. Wir verstehen natürlich, dass Sie Ihre Aufregung kaum noch im Zaum halten können, trotzdem sollten Sie sich auf Ihre Reise gut vorbereiten. Auf Sie wartet eine Erfahrung, die Sie nur einmal in Ihrem Leben machen werden. Um diesen Trip noch unvergesslicher zu machen, haben wir hier 10 Tipps für Sie.
1. Gewöhnen Sie sich an Ihr neues Bike
Selbst die erfahrensten Biker brauchen etwas Zeit, um sich auf einem neuen Bike komplett wohl zu fühlen. Sowohl Gas als auch die Bremsleistung und das Handling unterscheiden sich von Bike zu Bike, und teilweise selbst zwischen Bikes derselben Marke und Kategorie. Viele Leute glauben, dass Harleys sich alle gleich fahren und anfühlen und obwohl die 8 Zylinder Motoren sich ähnlich anfühlen unterscheiden sie sich stark in ihrem Gewicht, Schwerpunkt und dem Abstand zwischen Untergrund und Bike. Und damit es noch komplizierter wird: die Bikes unterscheiden sich in ihrem Fahrverhalten natürlich noch mehr, wenn sie voll beladen sind oder Sie einen Beifahrer mitnehmen.

Also lernen Sie Ihr Bike erst richtig kennen, bevor Sie sich auf eine lange Tour machen. Wenn Sie die Möglichkeit haben, dann setzen Sie sich auf die unterschiedlichen Bikes, die Sie für Ihre Tour in Betracht ziehen. So bekommen Sie außerdem ein Gefühl für das Gewicht und die Gepäckkapazitäten. Versuchen Sie ein Bike zu finden, mit dem Sie sich wohl fühlen und das Sie auch für eine längere Zeit gut steuern können.
Falls Sie lokal solch eine Möglichkeit nicht haben, dann reisen Sie doch schon etwas vor Ihrer Tour an und mieten Sie das Bike Ihrer Wahl für einen Tag an, um sich mit den Gegebenheiten vertraut zu machen. Vielleicht fällt Ihnen dann doch noch auf, dass Sie unterschiedliches Zubehör buchen wollen oder dass Sie möglicherweise größere Fußstützen am Bike haben wollen. Manchmal sind es wirklich die kleinen Dinge, die Ihre Reise besser oder schlechter machen können. Für weitere Informationen besuchen Sie unseren Post: WIE WÄHLE ICH DAS RICHTIGE BIKE FÜR MEINEN TRIP.
2. Auf der anderen Seite der Straße fahren (Für unsere britischen und australischen Freunde)
Viele Fahrer, die ihr ganzes Leben auf der linken Seite gefahren sind, sind besorgt, dass sie Probleme haben mit der Umgewöhnung. Aber seien Sie beruhigt. Die meisten Tourteilnehmer brauchen gerade mal ein paar Stunden, um sich an die andere Straßenseite zu gewöhnen. Falls Sie sich trotzdem unwohl fühlen, dann fragen Sie doch, ob Sie erstmal direkt hinter dem Tourguide fahren können. Außerdem gibt es in Amerika nur sehr wenige Kreisel. Seien Sie also beruhigt, es ist wirklich nicht so schwer wie es aussieht.

3. Stoppschilder und rote Ampeln
Einer der größten Unterschiede in Amerika ist die Nutzung von Stoppschildern und Ampeln. Anders als in Europa werden Ampeln und Stoppschilder nicht angekündigt, sondern erscheinen teilweise in der Mitte eines Highways. Außerdem gilt in Amerika, ein Stoppschild heißt Stopp und Sie müssen Vorfahrt gewähren, wenn Sie nicht die erste Person am Stoppschild waren. In Amerika gibt es kein rechts vor links, die Vorfahrt wird hier über Schilder geregelt. Des Weiteren hängen Ampel meist auf der gegenüberliegenden Straßenseite oder inmitten einer Kreuzung. Sie müssen also vor der Kreuzung und nicht direkt vor der Ampel stehenbleiben.
Also bitte achten Sie auf die Verkehrsregeln und -zeichen in den USA. Wir haben schon erfahrene Fahrer kennengelernt, die über rote Ampel gefahren sind und meinten, sowas hätten sie daheim noch nie gemacht. Seien Sie also vorsichtig und gewöhnen Sie sich zuerst an die neuen Gegebenheiten.
4. Autos achten nicht unbedingt auf Bikes
Obwohl Amerika eine lange Motorradgeschichte hat, gilt in Amerika teilweise immer noch das Gesetz des Stärkeren. Teilweise sehen andere Verkehrsteilnehmer Sie sogar, aber machen trotzdem keine Anstalten Ihnen einen Sicherheitsabstand zu gewähren. Um Ihre Sicherheit und die Sicherheit anderer Biker zu garantieren, sollten Sie deshalb immer defensiv fahren und vorausschauend fahren.

Wenn Sie in einer Gruppe fahren, macht die Anzahl und Länge der Gruppe häufig Eindruck auf andere Fahrer. Trotzdem können Sie sich nicht sicher sein, dass andere Verkehrsteilnehmer vorsichtiger fahren. Seien Sie sich sicher, dass alle unserer Tourguides gut trainiert sind darin eine Gruppe über tausende von Meilen zu führen und extra besorgt sind um Ihre Sicherheit. Trotzdem sollten Sie nicht vergessen, dass Sie hinter dem Steuer sitzen. Fahren Sie also vorsichtig.
5. Lassen Sie sich nicht von Gadgets ablenken
Große Touringmaschinen haben einen Haufen von tollen Gadgets. Ob es sich jetzt um einen Tempomat, ein Musik- und Kommunikationssystem, Navigationshilfen oder Stabilisatoren handelt, so ein Bike hat eine Menge zu bieten. Aber lassen Sie sich auf keinen Fall von solchen Extras ablenken, wenn Sie in voller Fahrt sind. Vergessen Sie nicht, dass um sie herum kaum Knautschzone gibt. Ihre Sicherheit geht vor.
Denken Sie nur daran welche Konsequenzen es haben kann, wenn Sie nur mal schnell durchs Musikmenu scrollen oder auf Ihr Handy schauen. Wir alle haben es schon einmal gemacht, aber in diesem Fall setzen Sie Ihre eigene Sicherheit und die Ihrer Tour Partner aufs Spiel. Wenn Sie wirklich etwas einstellen, nachschauen oder machen müssen, dann lassen Sie Ihre Gruppe wissen, dass Sie anhalten müssen.
6. Tanken
Tanken kann eine kleine Herausforderung sein, weil die meisten Tankstellen nach Ihrer Postleitzahl fragen werden. Sie werden häufig in die Tankstelle gehen müssen und den Sprit vorausbezahlen müssen. Das heißt Sie können nur so viel tanken wie Sie vorher bezahlt haben. In den ersten Tagen kann das noch ein bisschen tricky sein, da Sie ja nicht wissen wie viel in Ihre Maschine reinpasst. Aber machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie vorher zu viel bezahlen (bar oder mit Karte), können Sie sich den Betrag in bar an der Kasse abholen, bzw. nur der getankte Betrag wird von Ihrer Karte abgehoben.
Wenn Sie eine unserer geführten Touren machen, dann müssen Sie sich darüber keine Sorgen machen, denn der Sprit ist bereits inkludiert. Aber auch für selbstgeführte Touren ist dies nur ein kleines Problem. Worauf Sie außerdem noch achten sollten sind die Zapfsäulen. In den Staaten ist es einfacher Diesel und Benzin zu verwechseln. Lesen Sie also genau oder fragen Sie nach
7. Klimatische Bedingungen
Jeder der bereits in den USA gefahren ist sagt eine Sache: Wow dieses Land ist riesig. Und wenn Sie viele Tage unterwegs sind, dann können Sie davon ausgehen, dass sich nicht nur die Umgebung, sondern auch das Klima sich verändert. Teilweise kann sich das Klima an einem einzigen Fahrtag so stark ändern, dass Sie Ihre Kleidung komplett wechseln müssen. Bei der Planung Ihrer Tour sollten Sie deshalb versuchen gemäß unterschiedlicher Gegebenheiten zu packen. Weitere Informationen finden Sie außerdem in unserem Blog: PACKLISTE FÜR EINEN MOTORRADTRIP.

Bringen Sie in jedem Fall gemütliche Regenausrüstung mit, die Sie schnell greifbar in Ihrem Bike verstaut haben. Obwohl schwierige Wetterbedingungen teilweise frustrierend sein können, erhöhen sie doch auch unser Abenteuergefühl.
8. Flüßigkeitszufuhr
Genug zu trinken ist mehr als wichtig, wenn Sie den ganzen Tag fahren. Vor allem im Sommer oder in Wüstengegenden kann die Hitze den Körper förmlich austrocknen. Wenn Sie bereits durstig sind, dann kann das schon bedeuten, dass Sie austrocknen. Trinken Sie eine große Menge an Wasser vor Fahrantritt am Morgen und nehmen Sie genug Wasser mit aufs Bike.
Während Ihrer Mittagspause können Sie dann auch auf Kokosnusswasser umsteigen. Das kostet zwar mehr als normales Wasser, es ist aber besser für Ihren Wasserhaushalt. Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie Ihre Haut vor der Sonne schützen. Die Hitze wird dafür sorgen, dass Sie schwitzen. Wenn Sie die Haut nicht abdecken, dann wird der Schweiß direkt verdampfen und Ihr Körper versucht noch mehr zu schwitzen. Also schützen Sie Ihre Haut vor Sonne und versuchen Sie kühlende Kleidung einzupacken. Auf einer geführten Tour erhalten Sie Wasser von uns.
9. Kommunikation mit Zuhause
Wenn Sie eine geführte Tour machen, dann haben Ihre Tourguides, die Kontaktinformationen Ihrer Freunde und Familie, falls etwas passiert. Außerdem sind alle unserer Tourguides in erster Hilfe ausgebildet. Wenn Sie allerdings eine selbstgeführte Tour machen, dann sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Angehörigen wissen wie und wo sie Sie erreichen können. Der Empfang Ihres Handys kann an vielen Stellen sehr schlecht sein und es ist immer gut, wenn Sie Ihre Angehörigen wissen lassen wo Sie sich gerade befinden. Außerdem können Sie das Wi-Fi eines Motels oder eines Restaurants suchen. Stellen Sie immer sicher, dass jemand weiß wo Sie sind.
Weitere Infos finden Sie hier 30 essential motorcycle touring tips.
10. Lassen Sie Platz in Ihrem Koffer
Und als letzter Tipp. Lassen Sie Platz in Ihrem Koffer. Sie werden wahrscheinlich so viele Mitbringsel haben. Viele unserer Bikerfreunde nehmen sogar alte Klamotten mit auf die Fahrt, die sie dann auf der Fahrt entsorgen und Platz für neues schaffen. Und jetzt steht Ihrem Abenteuer nichts mehr im Weg. Let’s ride