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Fahren in verschiedenen Höhenlagen. Sachen, die Sie wissen sollten
Veröffentlicht am: Oct 19, 2018
Buchung starten
- Viel trinken
- Sonnencreme mitnehmen
- Regelmäßige Pausen einlegen
- Seien Sie bereit für starke Temperaturschwankungen
- Kennen Sie Ihr Limit
Die besten Motorradziele für viele Biker sind geschmeidige Straßen, geschwungene Kurven, atemberaubende Ausblicke und wenig Verkehr. Häufig finden Sie diese Gegebenheiten aber nur in den Bergen und in Kombination mit drastischen Höhenunterschieden. Es gibt einige Dinge, die Sie auf jeden Fall beachten sollten, wenn Sie sich für eine Tour durch die Gebirge bereitmachen.
DESTO HÖHER SIE FAHREN, DESTO KÄLTER WIRD ES
Pi mal Daumen können Sie damit rechnen, dass die Temperatur um 1,7 Grad Celsius abfällt pro 305 Meter, die Sie zurücklegen (6.5 Grad Celsius pro 1000 Meter). Das bedeutet, wenn Sie in den Rocky Mountains fahren starten Sie Ihren Fahrtag in mollig warmen Temperaturen und beenden ihn angezogen mit jedem Kleidungsstück, das Sie nur finden können.
Für jeden Temperaturfall gewappnet zu sein ist auch besonders wichtig, wenn Sie campen wollen. Temperaturschwankungen sind vor allem in hohen Höhen keine Seltenheit. Wenn Sie die Nacht beispielsweise in über 2400 Metern verbringen wird es in den Nächten besonders kalt. Nächtliche Frost ist in diesen Höhen im Frühjahr und Herbst keine Seltenheit.

Kalte Temperaturen in der Nacht beeinflussen dann nicht nur Ihre Fahrtüchtigkeit, sondern auch die Ihres Bikes. Es ist kein seltenes Bild, dass manche Biker Ihre Maschine nicht starten können und sie erstmal in die Sonne schieben müssen, damit die Motoren aufwärmen.
Das heißt auch, dass Sie Ihre Kleidung und Ausrüstung gut planen müssen. Wenn Ihr Motorrad keine heißbaren Handgriffe hat, sollten Sie auf jeden Fall zusätzlich zu dünneren Motorradhandschuhen auch ein paar dickere einpacken. Und vergessen Sie auf keinen Fall die Base Layer unter Ihrer Schutzausrüstung. Diese kann Ihnen helfen die Feuchtigkeit in tieferen und wärmeren Höhenlagen aufzusaugen und Sie in höheren Lagen richtig warm zu halten. Außerdem sorgt die Base Layer für eine Schicht zwischen Schutzausrüstung und Haut und verspricht damit noch besseren Komfort.
HÖHENEFFEKTE
Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Unterschiede in Höhenlagen. Ihre Wahrnehmung kann sich natürlich auch von Motorradtrip zu Motorradtrip oder sogar von Tag zu Tag unterscheiden. Falls Sie am Vorabend Alkohol getrunken haben kann sich das auch negative auf Ihren Wasserhaushalt auswirken. Passen Sie deshalb bei solchen Motorradtrips immer doppelt auf und hören Sie auf Ihren Körper.
Übliche Zeichen für Höhenkrankheit sind Kopfschmerz, Schwindel, kurzer Atem, Trägheit und ein allgemeines Unwohlsein. Solche Symptome sind allein schon kein Kinderspiel, haben aber noch tiefgreifendere Auswirkungen, wenn Sie unter sich eine schwere Maschine führen. Obwohl es nicht unbedingt ein Heilmittel gegen Höhenkrankheit gibt, können wir Ihnen einige Dinge empfehlen, die Ihnen helfen könnten oder die Symptome sogar ganz verschwinden lassen.

Paracetamol, Ibuprofen oder Aspirin können helfen leichten Kopfschmerz zu behandeln und Medikamente zur Behandlung von Reisekrankheiten können gegen Übelkeit helfen. Bevor Sie Ihren Trip starten können Sie natürlich auch Ihren Arzt bezüglich einiger Medikamente fragen. Das beste Mittel ist und bleibt allerdings Ihrem Körper einfach genug Zeit zu geben sich an die neue Höhe zu gewöhnen
Wenn Sie solche Symptome erleben sollten Sie für 24-48 Stunden nicht höher fahren. Geben Sie Ihrem Körper Zeit sich an den Unterschied zu gewöhnen. Wenn Ihre Symptome anstatt besser noch schlechter werden, bleibt Ihnen keine andere Wahl als sofort weiter nach unten zu reisen. Dort angekommen warten Sie dann darauf, dass die Symptome verschwinden. Vorher sollten Sie auf keinen Fall versuchen wieder weiter nach oben zu fahren.
MECHANISCHE ASPEKTE
Falls Sie ein Bike mit Vergasermotor fahren, dann können Sie sich sicher sein, dass Ihr Bike in hohen Höhen schlechter läuft. Obwohl es sich anfühlt als ob das Motorrad nach neuem Benzin schnappt, schnappt es in hohen Höhen eigentlich nach Luft. Dies beeinflusst das Verhältnis zwischen Sauerstoff und Benzin. Versuchen Sie das Motorrad nicht zu sehr zu pushen auf dem Weg nach oben, um Motorschäden zu verhindern.
Viele der besten Motorradstraßen verlaufen durch hohe Höhen, also muss Ihr Bike so Hoch klettern, damit Sie sie genießen können. Sie können während des Tages in höhere Lagen fahren, aber versuchen Sie die Nacht etwas tiefer zu verbringen, bis Sie sich mit der Höhe komplett wohlfühlen. Trinken Sie viel Wasser vor und nach der Fahrt und trinken Sie keinen Alkohol in hohen Höhen. Ruhen Sie sich viel aus und dann steht Ihrer Bikererfahrung nichts im Weg.